A-Entwurf

Eine Frage zum Thema Hubschrauberrundflügellärm

 

Liebe Grüne Freund*innen,

seit Jahren kommen meine Freundin und ich gerne zu Familienbesuch und Urlaub nach Wyk, nicht zuletzt der schönen Natur wegen. Dieses Jahr sind wir sehr verwundert und verärgert über die lauten Hubschrauberrundflüge, die jeden Tag mehrmals im Tiefflug über das Wohngebiet (Schwalbenweg) hinwegknattern. Uns scheint, hier hat eine Firma ein Geschäftsmodell auf Kosten von Umwelt und Menschen. Wie kann es sein, dass solche regelmäßigen (Vergnügungs-)Flüge in einem Landschafts- und Vogelschutzgebiet möglich sind? (Und wie passt solcher Lärm zum Geschäftsmodell als Natur- und Erholungsort?) Das riecht doch etwas nach Klüngel.

Wir wollten daher einmal bei Euch nachfragen, ob es möglich ist über den Gemeinderat mehr über die Hintergründe dieses ominösen Rundflug-Geschäfts zu erfahren? Sicher seid ihr da bereits dran – es sind ja Anwohner*innen, wie Natur gleichermaßen negativ betroffen. Im Internet oder beim Inselboten konnten wir aber noch keine Artikel zu den Thema finden, daher wollen wir uns bei Euch erkundigen.

Mit herzlichen Grüßen

Lennart & Konstanze


Liebe Konstanze, Lieber Lennart,

vielen Dank für Eure Nachricht. Tatsächlich sind die doch sehr lauten Hubschrauberrundflüge auch uns schon aufgefallen. Auch hat es schon zahlreiche Beschwerden bei der Stadt sowohl von Anwohnern als auch von Gästen gegeben. Auf unsere Nachfragen wurde immer nur mitgeteilt, dass der Flugplatz eine Betriebsgenehmigung durchgehend von 09:00 bis 19:00 habe und die Flugzeuge und Hubschrauber lt. Flugaufsicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen würden.

Was das Geschäftsmodell angeht, ist es leider so, dass der Flughafen als öffentliche Einrichtung natürlich allen privaten und geschäftlichen Flugzeugen/Hubschraubern offen steht.

In der letzten Sitzung der Stadtvertretung habe ich darum gebeten, dass wir wenigstens Versuchen sollten als 50%iger Miteigentümer des Flughafens eine Mittagspause für Starts einzuführen (Landungen dürfen gesetzlich nicht beschränkt werden und müssen jederzeit möglich sein). Dieser Bitte wollte der Amtsdirektor als Geschäftsführer der Flughafen GmbH nachkommen und demnächst noch einmal berichten.

Daneben werden wir aber auch auf Kreisebene versuchen herauszufinden, ob nicht die untere Naturschutzbehörde gegen den Fluglärm im Nationalpark vorgehen kann.

Euch noch einen schönen Aufenthalt und viele Grüße

Till