Argumente für ein Feuerwerksverbot zu Silvester

Aus Anlass der aktuellen Diskussionen möchten wir unsere Argumente erneut darstellen:

Gesundheitsgefahren und Luftverschmutzung

Rund 4.500 Tonnen gesundheitsschädliche Feinstaubpartikel werden in Deutschland zu Silvester in die Luft geblasen. Viele Menschen mit Atemwegserkrankungen haben dann die größten Probleme des Jahres.

Meeresverschmutzung

Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir für den Schutz der Meere eintreten, wenn wir insbesondere die unglaubliche Plastikflut bekämpfen wollen, dann aber Plastik mit Hilfe von Raketen ins Meer schießen. Und zwar in jenes Meer, das unsere insulare Existenzgrundlage ist.

Brandgefahren

In der letzten Silvesternacht rückten allein in Schleswig-Holstein die Feuerwehren zu 280 Einsätzen aus.

Verletzungsgefahren

Feuerwerkskörper sind eigentlich nicht sonderlich gefährlich, sie werden es erst durch Menschen, die damit unverantwortlich und rücksichtslos umgehen. Daher gehören Feuerwerkskörper ausschließlich in die Hände von nicht alkoholisierten Pyrotechnikern. In den Notaufnahmen der Krankenhäuser herrscht in der Silvesternacht Hochbetrieb. Verbrennungen, Finger- und Augenverletzungen zählen zu den häufigsten Folgen, oft sind es aber auch bleibende Hörschäden.

Zahlreiche deutsche Städte haben daraus die einzig richtige Konsequenz gezogen: Sie haben Feuerwerkskörper in der Nähe von Menschenansammlungen verboten – insbesondere in den Innenstädten.

Tierquälerei

Viele Haus- und Wildtiere werden durch die Knallerei und die stundenlang anhaltenden Lichtblitze einem Dauerstress ausgesetzt.

Spaß für einige, aber mit Stress und Angst für viele Menschen

Kranke und alte Menschen, aber auch viele Kinder haben Angst vor den Knallgeräuschen. Rücksichtslose Zeitgenossen böllern verbotenerweise auch in der Nähe von Krankenhäusern oder Seniorenheimen.

Ist aber auch am Sandwall die Knallerei unbedingt erforderlich, um Spaß zu haben? Kann man nicht auch fröhlich sein, mit Freunden oder Verwandten gemeinsam essen, trinken, tanzen, singen, ohne ständig erschreckt zu werden und Sorge um die eigene Gesundheit oder die seiner Mitmenschen zu haben?

Geldverschwendung, aber sicher kein Brauchtum

137 Millionen Euro geben deutsche Kunden für Silvester-Feuerwerk aus. Hinzurechnen muss man die Kosten für die Müllentsorgung, die Behandlung der Verletzten, die Polizei- und Feuerwehreinsätze und die Arbeit des Ordnungsamtes.

Mit angeblichem Brauchtum hat das nichts zu tun, denn unsere Vorfahren hätten das Geld – wenn sie es denn gehabt hätten – sicher für etwas Sinnvolles ausgegeben. Das könnten wir auch.

Unser Antrag an die Stadtvertretung zum Abbrennverbot für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II findet Ihr hier:
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